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Sardinien,
die wilde Insel im Mittelmeer, von der die Legende sagt, dass dem Schöpfer, nachdem er die Erde geschaffen hatte, noch ein paar Steine übrig blieben, die er ins Mittelmeer legte und sie mit seinem Fuß platt drückte. Dadurch bekam die Insel die Form einer Sandale, von der auch ihr antiker Name Ichnusa stammt. Sodann nahm er aus seiner ganzen Schöpfung jeweils ein bisschen etwas und verteilte es über die Insel.
Das Ergebnis ist ein türkisblau strahlendes Meer, malerische Buchten mit feinem weißen Standstrand, atemberaubende Steilküsten, bizarre Felsformationen, majestätische Berge mit tiefen Schluchten und eine fruchtbare, intensiv duftende Vegetation.
Die Sarden besitzen eine uralte Kultur, die bis über die Antike zurückreicht. Zeugen davon sind heute noch monumentale Steintürme, die “Nuraghe”. Aber auch andere Völker wie die Phönizier, Römer und Spanier haben ihre Spuren hinterlassen. So ist die sardische Sprache, das “Sardo” von spanischen und arabischen Elementen geprägt. In der Stadt Alghero sprechen die Einheimischen sogar einen katalanischen Dialekt.
Die Menschen haben sich in dieser Umgebung ihre Ursprünglichkeit bewahrt. Besonders im Landesinneren sprechen die Sarden untereinander noch überwiegend in Sardisch. Über das ganze Jahr hinweg werden Feste gefeiert, auf denen Folkloregruppen in prächtigen Trachten traditionelle Lieder, Musik und Tänze darbieten. Dann ist oft das ganze Dorf auf den Beinen und beteiligt sich mit Begeisterung an den folkloristischen Tänzen, den “Balli Sardi”. Touristen gegenüber begegnen die Sarden sehr offen und kontaktfreudig. Man wird überall freundlich aufgenommen.
Ein wichtiger Teil der sardischen Lebensart ist die rustikale Küche mit lokalen Fleisch-, Wurst- und Käsespezialitäten sowie den tradionellen italienischen Gerichten. Berühmt sind Lamm- und Schweinebraten am Spieß über offenem Feuer gegrillt. Dazu wird schwerer, trockener Rotwein getrunken, den die Sarden jedoch “Vino nero” nennen. Gern ißt man in großer Gesellschaft. Bei einem solchen “Spuntino” über mehrere Gänge kommt es oft vor, daß das Mittag- nahtlos ins Abendessen übergeht.
Weitere Informationen zur Schönheit und Vielfältigkeit dieser Insel finden Sie auf den nächsten Seiten mit vielen Details und Bildern.
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